Und jetzt auch noch Yoga: Warum ich eine 100 Stunden Yoga-Ausbildung angefangen habe

Vor ein paar Monaten habe ich einen Blogbeitrag darüber geschrieben, warum ich mich für die Ausbildung zur Fitnesstrainerin B und A Lizenz plus Athletiktrainerin entschieden habe, obwohl ich seit acht Jahren eigentlich Yoga-Lehrerin werden wollte.

Damals war die Entscheidung klar. Yoga bleibt auf dem Schirm, aber die breite Fitness-Basis kommt zuerst.

Und jetzt sitze ich hier und schreibe dir, dass ich eine 100 Stunden Yoga-Ausbildung angefangen habe. Parallel zu allem anderen.

Ich weiß, wie das klingt. Nach ein bisschen zu viel. Vielleicht sogar nach dem Gegenteil meiner eigenen Cozy-Goals-Philosophie. Ich erkläre dir hier, warum es sich für mich richtig anfühlt und wie es plötzlich doch dazu kam.

Wie sich die Gelegenheit ergeben hat

Manchmal öffnen sich Türen zu einem Moment, in dem du eigentlich gerade in eine andere Richtung schaust. Und du merkst: Diese Tür ist genau die richtige.

So ging es mir mit dieser Yoga-Ausbildung. Sie hat sich ergeben. Passendes Format, passendes Timing, passender Rahmen. Ich habe zwei oder drei Tage überlegt und mich dann angemeldet.

Der acht Jahre alte Wunsch, Yoga-Lehrerin zu werden, war dabei die ganze Zeit im Hintergrund. Als die Möglichkeit vor mir stand, war die Entscheidung eigentlich schon getroffen.

Warum Yoga zur Fitness-Ausbildung dazu passt

Als ich mich damals gegen die Yoga-Ausbildung entschieden habe, war die Begründung: Ich mache so viel mehr als nur Yoga, also nehme ich die breite Fitness-Basis zuerst. Für mich war klar, dass ich die Yoga-Ausbildung später nachziehen werde.

Fitnesstrainerin lehrt mich Anatomie, Trainingslehre, Krafttraining, Ausdauertraining, Regeneration. Yoga bringt eine andere Ebene dazu. Atem, Mobility, Achtsamkeit, die Verbindung zwischen Körper und Kopf. Alles Dinge, die eine reine Fitness-Ausbildung streift, aber nicht vertieft.

Zusammen ergibt sich für mich ein rundes Bild von Bewegung und Körperarbeit. Und wenn ich später Menschen coache, ist das die Kombination, die für mich Sinn macht.

Warum das trotzdem noch zu meinen Cozy Goals passt

Der offensichtliche Einwand ist: Fitnesstrainerin B, Fitnesstrainerin A, Athletiktrainerin und jetzt noch Yoga? Das klingt nach Hustle-Programm, nicht nach Cozy Goals.

Ich habe darüber nachgedacht. Meine ehrliche Antwort: Es passt, weil ich es genieße.

Cozy Goals bedeutet für mich nicht wenig machen. Cozy Goals bedeutet das machen, was mir wirklich Freude bringt und was mich langfristig weiter bringt. Alle vier Ausbildungen erfüllen das für mich.

Ich mache sie nicht in Rekordzeit, ich mache sie nicht unter Druck, ich mache sie nicht, weil andere das erwarten. Ich mache sie, weil sie mich als Person entwickeln und weil sie mir Optionen für die Zukunft öffnen. Solange das so bleibt, sind sie richtig. Sobald es sich anfühlt wie eine Aufgabenliste, würde ich pausieren.

Was ich mir vom Yoga langfristig verspreche

Mein Ziel ist konkret: Ich möchte irgendwann Yoga-Kurse leiten, gerne in Kombination mit anderen Bewegungsformen.

Ich stelle mir vor, dass ich eines Tages Angebote mache, die Krafttraining, Ausdauer und Yoga zusammenbringen. Vielleicht als kleine Retreat-Wochenenden. Vielleicht als monatliche Kurse. Vielleicht als Onlineprogramm.

Was genau daraus wird, weiß ich noch nicht. Das Schöne an dieser Phase ist, dass ich mich noch nicht festlegen muss. Ich sammle Fähigkeiten, ich baue Wissen auf, und wenn die Form für ein Angebot klar wird, bin ich bereit.

Die Frauen, mit denen ich später arbeiten möchte, wollen sich wahrscheinlich stark und beweglich fühlen. Sie wollen nicht auf Muskeln reduziert werden und auch nicht auf Meditation. Sie wollen einen Körper, der lebt, arbeitet und sich gut anfühlt.

Fitness und Yoga zusammen sind genau der Weg dorthin.

Wie die 100 Stunden aufgeteilt sind

Eine 100 Stunden Yoga-Ausbildung ist keine 200 Stunden RYT-Zertifizierung. Sie ist eine kürzere Basis-Ausbildung, die mir die Grundlagen vermittelt: klassische Asanas, Atemtechniken, Anatomie im Yoga-Kontext, ein bisschen Philosophie und den Aufbau einer eigenen Praxis.

Das reicht für den Anfang. Wenn ich später mehr will, kann ich eine Aufbau-Ausbildung dranhängen. Aber für den jetzigen Punkt in meinem Leben ist die 100 Stunden Variante genau das richtige Format.

Sie kostet mich nicht komplette Wochenenden im Übermaß, sie belastet mich finanziell nicht so wie eine große Ausbildung, und sie gibt mir trotzdem eine solide Basis.

Was ich mitnehme, wenn ich zurückschaue

Vielleicht ist die schönste Erkenntnis dabei diese: Man muss nicht einer Entscheidung für immer treu bleiben.

Als ich mich vor Monaten für die Fitness-Ausbildung entschieden habe, war das eine Entscheidung gegen Yoga zu diesem Zeitpunkt. Jetzt entscheide ich mich zusätzlich für Yoga.

Wenn du auch gerade in einer Phase bist, in der du überlegst, ob du zu viel willst oder ob du dich neu ausrichten sollst, hier mein Gedanke dazu: Frag dich, ob es sich gut anfühlt. Wenn ja, mach weiter. Wenn nein, pausier.

Meine Zeit als Fitness-Yoga-Athletik-Ausbildungs-Wesen fühlt sich gut an.

Was du hier auf dem Blog von mir erwarten kannst

Ich werde immer wieder über meine Ausbildungen schreiben. Als Reflexion darüber, was ich lerne und wie es meinen Alltag verändert.

Wenn dich der Kraft-Teil interessiert, findest du meine Beiträge zum Thema Krafttraining und Selbstbild und meinen Weg zum ersten Halbmarathon.

Wenn dich der Yoga-Teil interessiert, wird das hier in den nächsten Monaten mehr werden. Über meine ersten Learnings, über die Herausforderungen einer eigenen Praxis und über die Frage, ob ich am Ende wirklich unterrichten werde.

Hi, ich bin Anja. Meine Mission besteht darin, Tipps an kreative Menschen weiterzugeben. Ich freue mich, dass du hier bist!

Blog Kategorien